Inspirationen, die deine Selbstbefriedigung noch besser machen!

Selbstbefriedigung ist mehr als nur Befriedigung. Sie bedeutet Entspannung, Wellness, Abschalten und manchmal auch Abenteuer und wilde Momente. Ganz für uns, mit unserer eigene Fantasie! 

Gerade weibliche* Selbstbefriedigung ist vor allem eines: Total individuell. So unterscheiden sich nicht nur unsere Bedürfnisse und Fantasien, sondern auch unsere Techniken und Vorlieben stark voneinander. Was zur Einen passt, ist für die Andere nichts.  

Wir haben daher 3 Frauen* für dich nach ihren individuellen Tipps zum Thema Selbstbefriedigung gefragt! Denn egal, wie lange man schon dabei ist – Sexualität will immer neu entdeckt werden und spannend bleiben, nicht wahr? Let’s go! 

Wie bringt ihr euch für die Selbstbefriedigung in Stimmung?

Lisa: Also für mich sind klassische Pornos & Co überhaupt nichts. Ich finde da nie so richtig, wonach ich suche. Wenn überhaupt, gucke ich mir hin und wieder mal Etwas von weiblichen Produzentinnen, wie z.B Erika Lust an! Grundsätzlich mag ich es aber auch viel mehr, meine eigene Fantasie zu nutzen. Meistens durch erotische Literatur oder erotische Hörgeschichten! Damit kann ich super abschalten, mein eigenes Kopfkino malt das Bild und ich habe trotzdem ein bisschen Anregung von außen.  

Anna: Ganz ehrlich? Ich habe über längere Zeit Adult Content konsumiert, war damit aber nie so richtig zufrieden. Mir ist auch aufgefallen, dass man dadurch über die Zeit ganz schön abstumpft. Also bin ich irgendwann zu mir selbst zurückgekommen und mich wieder mehr auf meine eigene Fantasie fokussiert. Jetzt hat es fast etwas Mediatives bei meinen Solosessions nur für mich zu sein, ganz ohne Ablenkungen!  

NelaIch habe dabei meistens die Augen zu, also bringt mir visueller Content nicht so viel (lacht). Mir hilft es total, mir vorher richtig Zeit für mich zu nehmen. Mich sozusagen mental und auch physisch darauf einzustellen, um dann einen Moment ganz für mich zu genießen. Entspannung ist mir mega wichtig beim Thema Selbstbefriedigung. Ich habe daher ein bisschen mit „Orgasmic Yoga“ und Tantra experimentiert. Für mich ist es wichtig, dass ich mir Zeit nehme und zur Ruhe komme – dann kommen die Fantasien ganz von selbst! 

Was ist eure liebste Technik?

Lisa: Ich habe gern Sex, allerdings nicht immer unbedingt mit Penetration. Bei der Selbstbefriedigung setze ich daher eher auf die äußere Stimulation der Vulvalippen und Klitoris. Ganz klassisch (lacht.). Ich mag dabei vor allem kreisende Bewegungen und ein Entlangstreichen an den Seiten der Vulva. Dafür mache ich ein V Zeichen mit Mittel- und Zeigefinger und fahre immer wieder an den Seiten entlang. In Abwechslung mit dem Reiben meiner Klitoris komme ich damit relativ schnell zum Orgasmus. 

Anna: Ich bin ein Riesenfan von Vibratoren! Heutzutage gibt es zum Glück eine enorme Auswahl an unterschiedlichen Toys mit unterschiedlichen Featuren. Ich wechsle gern zwischen klassischen und Auflegevibratoren. Bei ersteren lege ich aber meistens noch zusätzlich Hand an meine Klitoris.  

Nela: Ich mag auch eher das natürliche Gefühl meiner Hände gegenüber Silikon oder Plastik. Und ich mag es auch, etwas in mir zu spüren! Meine beliebteste Technik ist daher beide Hände zu benutzen und zwischen Finger einführen und äußerer (Klitoris-)Stimulation zu wechseln. Bei mir ist der G-Punkt total sensibel, also ist innere Stimulation an dieser Stelle super für mich!  

Habt ihr besondere Orgasmus Tipps für uns?

Lisa: Meine Tipps sind Hingabe und Dranbleiben! Damit meine ich: Für einen Orgasmus braucht es erstmal ein wirklich hohes Lustlevel. Und das lässt sich nicht erzwingen, sondern muss sich von selbst aufbauen. Falls du noch nicht die eine erfolgsversprechende Technik gefunden hast, probiere mal rum! Reagierst du eher auf innere (Fingern, Toys, etc.) Stimulation, auf äußere (Klitoris, Vulva), oder auf beides? Welche Bewegungen gefallen dir besonders? Heizen eher stärkere oder sanftere Bewegungen deine Lust an? Jede Frau* hat ganz individuelle Lustzonen, die entdeckt und bespielt werden wollen!  

Anna: Nela hat ja eben schon den G-Punkt angesprochen und den will ich auch nochmal explizit erwähnen! Den stimuliert man übrigens, indem man so eine “Komm her” Bewegung mit dem Finger macht, innen an der Oberseite der Vagina. Ich habe das Gefühl, dass ich dadurch nicht nur leichter zum Orgasmus komme, sondern auch noch intensiver! 

Nela: Bei mir steht ein Orgasmus bei der Selbstbefriedigung tatsächlich gar nicht so im Vordergrund. Ich habe irgendwann gemerkt, dass sich meine Gedanken beim Sex viel darum drehen und das hat mich total gestresst. Deshalb habe ich den Druck irgendwann rausgenommen, langsam wieder angefangen, meinen Körper kennenzulernen und ihm zuzuhören. Auf Teufel-komm-raus können sich wahrscheinlich viele Frauen zum Orgasmus bringen, aber ich finde eine erfüllende Zeit mit sich selbst kann auch ohne super sein! Mein Tipp ist also: Denkt nicht so viel über Orgasmen nach, sondern lernt, auch anders Erregung zu empfinden. Andersrum verstehe ich aber auch das Feuerwerk hinter Orgasmen und da ist es genauso okay, darauf zu bestehen. You do you! 

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Selbstbefriedigung ist eine super intime Erfahrung mit dem eigenen Körper und der eigenen Fantasie. Darüber zu quatschen kann aber super sein, um sich Inspiration zu holen und seine eigene Sexualität immer weiter zu entdecken. Natürlich sind auch die Antworten unserer Interviewpartnerinnen* nicht als Norm zu betrachten. Wir hoffen aber, dass sie dir ein paar spannende Einblicke in die Schlafzimmer und Routinen anderer Frauen* geben konnten. Wer weiß? Vielleicht entdeckst du ja schon bald eine neue Technik, die dir ungeahnte Höhepunkte verschafft? Oder schaust dir mal eine der Inspirationsquellen unserer Interviewpartner*innen an? Heute geht es nur um dich und deine Fantasie!