So wird dein erstes BDSM Erlebnis unvergesslich! 

Schonmal über Dominanzspiele im Bett nachgedacht? Was die meisten Leute an BDSM erregt, ist meist weniger Schmerz oder harter Sex an sich. Vielmehr geht es um das Dominanzverhältnis, das zwischen den Partner*innen aufgebaut wird. Viele empfinden es als sehr erregend, wenn sie, in diesem besonderen Rahmen, mal komplett die Kontrolle abgeben und loslassen können. Gerade Menschen, die ein sehr kontrolliertes Leben führen – vielleicht sogar eine Führungsposition ausüben – haben häufig Dominanzfantasien. Und spätestens seit 50 Shades of Grey ist BDSM ziemlich alltagstauglich geworden und hat viele neugierig gemacht. Ein cooler Schritt in eine Richtung, in der keine Fantasien mehr diskriminiert werden!  

Aber zum Anfang. BDSM steht für Bondage & Discipline, Dominance & Submission, Sadomaso & Masochism. Die vier Buchstaben vereinen also eine Vielzahl an Praktiken miteinander – im Vordergrund steht aber immer das Dominanzverhältnis.  

Wie deine erste BDSM Erfahrung ein heißes (und sicheres!) Erlebnis wird, erfährst du jetzt!  

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Die Spielregeln:

1. Fantasie ungleich Realität  

Es ist wichtig, zwischen eventuellen Fantasien der Partner und Dingen, die ihr tatsächlich in die Tat umsetzen wollt zu unterscheiden. Falls dir also jemand schonmal von einer BDSM Fantasie erzählt hat, bedeutet das nicht zwingend, dass diese auch in die Tat umgesetzt werden will. Kommunikation ist alles! 

2. Safe, Sane, Consentual  

Noch wichtiger als die Lust auf BDSM sind die Grenzen, die dabei abgesteckt werden. Gerade BDSM – Neulinge müssen diese oft noch für sich herausfinden. Beim BDSM gilt daher die Regel „Safe, Sane, Consentual“ (Sicher, gesund, einvernehmlich). Das bedeutet, dass jegliche Praxis in einem sicheren Umfeld stattfinden muss und beide Partner ausdrücklich ihre Zustimmung dazu gegeben haben. Es bedeutet ebenfalls, dass diese Entscheidung zu jedem Zeitpunkt geändert werden kann. BDSM basiert auf Vertrauen und Respekt und diese stehen immer im Vordergrund.  

3. Safewords sind uncool? Aber wichtig!  

Daher auch das bekannte Safeword! Klingt vielleicht erstmal abwegig, wenn man einfach nur ein bisschen mit dem/der Partner*in herumprobieren will. Denen vertraut man ja sowieso und da wird schon nichts passieren. Jein. Im Eifer des Gefechts können immer mal Missverständnisse auftreten. Sicherheitshalber legt also trotzdem ein Safeword fest. Wichtig ist, dafür etwas Einzigartiges zu wählen (z.B. Ananas). „Nein“ oder „Stopp“ können nämlich unter Umständen teilTeil des Spiels sein.   

4. Such dir den/die richtige*n Partner*in dafür aus – Vertrauen & Respekt ist alles!  

Ob du deine ersten BDSM Erfahrungen mit einem/einer Partner*in, oder vielleicht sogar in einem professionellen Studio ausprobieren willst, bleibt ganz dir überlassen. Wichtig ist immer, dass du dich mit der anderen Person wohlfühlst. Höre, in dem Fall, stets auf dein Bauchgefühl. Wenn irgendwas sich komisch anfühlt, lieber erstmal abwarten. Vertrauen ist beim BDSM essenziell, damit du dich voll auf die Erfahrung einlassen kannst.  

5. Authentizität ist der Schlüssel 

Wir haben wahrscheinlich alle schonmal die Erfahrung gemacht, dass jemand beim Sex in eine Rolle geschlüpft ist. Eine, die nicht zu dieser Person und ihren Vorstellungen gepasst hat. Vielleicht hat sich der/die Partner*in in Mr. Grey höchstpersönlich verwandelt, weil angenommen wurde, dass du darauf stehst. Vielleicht hast du das auch gesagt, aber merkst, dass die andere Person das nicht wirklich fühlt. Punkt ist: Wir merken sofort, wenn jemand etwas (uns zuliebe) spielt. Gerade bei Dominanzspielen ist Authentizität total wichtig. Klärt also vorher ab, womit ihr euch wohlfühlt und was einfach nicht euer Ding ist. Dann könnt ihr euch langsam rantasten und gucken, in welchen Rollen ihr euch wirklich wohl fühlt! 

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Das Spiel:  

Wenn ihr euch um alle diese Dinge Gedanken gemacht habt und die Lust nach BDSM Spielen nur noch weiter entflammt ist, findet ihr hier jetzt ein paar konkrete Ideen, die ihr in eurer Abenteuer einbauen könnt! 

Dirty Talk

Ein super Einstieg, auch um zu sehen, ob einem das spielendas Spielen mit Dominanz und Hingabe gefällt, ist Dirty Talk. Wir wissen: Das kann erstmal eine ganz schöne Überwindung sein. Ihr müsst aber auch nicht direkt in die Pornokiste greifen. Ein Einfaches „Nimm mich oder „Ich will dich in mir spüren“, reicht vollkommen für den Anfang. Für Inspiration dazu könnt ihr euch auch super auf Seiten für erotische Audio’s umhören. Da gibt es unterschiedliche Intensitätsstufen und ihr könnt genau das nehmen, was euch gefällt! 

Spanking

Der Klassiker: Hintern versohlen. Der Geheimtipp hierbei ist für gute Durchblutung zu sorgen. Am besten vor jedem Klaps erstmal leicht über die Haut reiben, damit die Durchblutung angeregt wird. Das verhindert Blutergüsse und Schmerzen. Ganz wichtig auch hierbei: Tastet euch langsam heran! Ihr solltet beide genau auf eure Reaktionen achten, um ein lustvolles von einem schmerzhaften Aufstöhnen unterscheiden zu können. Vorsicht ist hier definitiv besser als Nachsicht, also checkt zwischendurch immer wieder, wie es dem/der Anderen geht! 

Fesseln

Der Gedanke, sich dem/der Partner*in bewegungslos hinzugeben ist super heiß! Und praktischerweise hat fast jeder irgendwas zuhause, mit dem es sich fesseln lässt. Denkt an Krawatten, Schals, etc.! Das Tolle an denen ist auch, dass ihr euch damit kaum verletzen könnt (und sie sich besser anfühlen als die ollen Plüschhandschellen!). Beim BDSM gibt es auch spezielle Formen der Fesselkunst mit Seilen, diese erfordert aber ein gewisses Training. Konzentriert euch für den Anfang also vielleicht erstmal auf eure Hände. Allein die nicht bewegen zu können, kann schon ungeahnte Lust auslösen! 

Orgasmus hinauszögern

Ganz ehrlich? Wir finden gegenseitiges Necken ist eines der erregendsten Dinge überhaupt.  Damit könnt ihr auch bei eurem BDSM Abenteuer super spielen. Dafür muss man die Reaktionen des/der Anderen schon ein bisschen kennen, aber dann kann es super erregend für euch beide sein, den/die Partner*in immer wieder an den Rand der Lustexplosion zu treiben. Die gegenseitige Lust auf die Spitze zu treiben, bis irgendwann die ersehnte Erlösung kommt. Vielleicht sogar mehrmals hintereinander! Vorfreude ist immer noch die schönste Freude, nicht wahr? 

Vorsicht mit Würgen!

Ja, auch das Würgen (im sexuellen Sinne) kann ein Teil von BDSM sein. Gerade in der Pornowelt boomt diese Praxis gerade. Wir verurteilen keinerlei Fantasien und wollten daher auch diese mitaufnehmen. Allerdings mit einem kleinen Disclaimer: Das Spiel mit Atemkontrolle kann gefährlich sein. Gerade, wenn du neu in der BDSM Welt bist, gilt es erstmal herauszufinden, was du magst. Da muss es auch gar nicht immer super extrem zugehen. Schon deine*n Partner*in nur die Hand an deinen Nacken/Hals legen zu lassen kann den gewünschten Effekt haben. Wie immer geht es um das Dominanzverhältnis und die Spannung zwischen euch – und die wird nicht zwingend durch extreme Praxen erzeugt!  

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Das wichtigste für BDSM Neulinge ist gegenseitiges Vertrauen, Respekt und Kommunikation. Eurer Fantasie sind quasi keine Grenzen gesetzt und ihr könnt immer neue Sachen probieren! Für den Anfang ist es gut, sich erstmal der gegenseitigen Erwartungen klar zu werden. Und auch dessen, dass daswas man in Pornos gesehen hat, nicht unbedingt der Realität entspricht. Es geht nicht darum, dass ihr eine Performance abliefert, sondern zusammen eine neue Welt der Lust entdeckt. Wie und wie intensiv bleibt ganz euch überlassen! 

Übrigens: Wusstest du, dass man beim BDSM auch super beide Rollen (dominant und unterwürfig) ausüben kann? Menschen, die gerne dazwischen wechseln werden in der Szene „Switches“ genannt. Sie wechseln also immer wieder zwischen dominantem und unterwürfigen Part. Das zeigt wunderbar: Alles kann bei BDSM! Probiere dich also einfach aus und finde heraus, was genau zu DIR passt!